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Montag, 24. Februar 2020

„Dieser Kurswechsel war unumgänglich“ Nun also doch: Cheftrainer Mike Stewart von den Kölner Haien freigestellt, Uwe Krupp übernimmt sofort

Uwe Krupp ist zurück hinter der Bande der Kölner Haie.
Foto: imago images/CTK Photo

Mike Stewart ist nicht mehr Trainer der Kölner Haie. Der 47-Jährige wurde am Sonntagabend freigestellt, wie der DEL-Club, der in einer in seiner Geschichte noch nie dagewesenen sportlichen Krise steckt, am Montagmittag publik machte. Die 17. Niederlage am Stück (1:2 n.V. am Freitag in Bremerhaven) war für die Verantwortlichen der Haie, die angesichts von zwölf Zählern Rückstand auf Platz zehn nur noch sehr theoretische Chancen auf die erste Playoff-Runde haben, dann doch zu viel des Guten.

Neuer Cheftrainer ist ein alter Bekannter, dessen Name bereits seit einiger Zeit in der Domstadt kursierte: Uwe Krupp. Der gebürtige Kölner hatte die Haie als Cheftrainer bereits von 2011 bis Oktober 2014 betreut und sie sowohl 2013 als auch 2014 bis ins Finale geführt, wo der ersehnte neunte Meistertitel gegen Berlin beziehungsweise Ingolstadt jedoch verpasst wurde.

In der jüngeren Vergangenheit hatte beispielsweise Geschäftsführer Philipp Walter noch zu Stewart gestanden und rund um die Entlassung von Sportdirektor Mark Mahon am 3. Februar gegenüber dem Kölner Express betont: „Mike ist der richtige Trainer für die Kölner Haie. Davon sind wir überzeugt. Seine Kompetenz, seine Haltung, seine Spielphilosophie und seine Persönlichkeit passen zu uns. Wir werden mit Mike Stewart auch wie geplant in die neue Saison gehen.“

Vor drei Wochen noch „der richtige Trainer für die Haie“, nun doch vor die Tür gesetzt: Mike Stewart.
Foto: City-Press

All das ist nun Geschichte, Walters Worte zur Entlassung des vor der Saison aus Augsburg für mehrere Jahre verpflichteten Kanadiers: „Mike Stewart hat hier alles reingehauen, was er hatte. Er hat sich für den KEC aufgeopfert. Dafür sind wir ihm alle sehr dankbar. Die jüngste Entwicklung – gerade nach der Länderspielpause – hat an Dynamik und Wucht nochmal derart zugenommen, dass wir feststeckten. Der erhoffte ,Neustart' nach der Pause blieb trotz vieler Maßnahmen und höchstem Engagement aus. Meine Überzeugung, dass wir in dieser Konstellation – auch im Hinblick auf die neue Saison – erfolgreich sein können, ist verloren gegangen. Daher war dieser Kurswechsel – so schwer er auch fiel – unumgänglich.“

So wird der 54-jährige Krupp bereits am Dienstag, den 25. Februar, beim Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg (19:30 Uhr) als Verantwortlicher hinter der Bande stehen. Krupp war zuletzt bei Sparta Prag tätig, wo der ehemalige Bundestrainer am 30. Januar diesen Jahres entlassen worden war – beim KEC hat er nun einen Vertrag bis April 2022 unterschrieben. Unterstützt wird der neue Cheftrainer bei seiner Arbeit von den Assistenten Greg Thomson, Ron Pasco, Thomas Brandl sowie Goalie-Coach Jonas Forsberg. Ob Krupp nun auch den Posten des Sportdirektors wie sein Vorgänger Stewart interimsweise bekleiden wird, geht nicht aus der Mitteilung hervor.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Uwe Krupp. Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er Mannschaften erfolgreich führen kann“, sagt Walter zur Rückkehr Krupps an den Rhein – und erklärt: „Nachdem die Entscheidung für Uwe Krupp gefallen war, wollten wir Klarheit. Auch als Signal an unsere Mannschaft und unsere Fans. Deshalb übernimmt er den Cheftrainer-Posten auch direkt und nicht erst nach Saisonende. Es ist uns klar, dass es nicht mehr in unserer eigenen Hand liegt, die Playoffs in dieser Saison zu erreichen. Da müsste schon viel zusammenkommen. Uwe Krupp noch in dieser Saison zum Cheftrainer zu machen, hat zum einen den Hintergrund, dass wir ihm zutrauen, die Spielzeit zu einem würdigen Abschluss zu bringen. In erster Linie geht es uns darum, dass er schon jetzt einen Eindruck von der Mannschaft bekommt, und nicht erst im Sommer. So gewinnen wir wertvolle Zeit.“

„Wieder zurück in Köln zu sein, ist etwas Besonderes für mich. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, danke dem KEC und seinen Gesellschaftern für das Vertrauen und spüre dabei auch eine große Verantwortung. Kurzfristig geht es darum, alle an Bord zu haben, um die aktuelle Saison so gut wie möglich abzuschließen. Der KEC ist generell gut aufgestellt und hat eine riesige Bedeutung für Köln. Ich will mithelfen, dass wir sportlich wieder erfolgreich werden“, so Krupp selbst zu seiner Haie-Rückkehr.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 20 Minuten
  • Mathias Eisenblätter wird dritter Gesellschafter bei den Westsachsen und ergänzt somit das Team um Jens Tützer und Ronny Bauer. „Ich engagiere mich bei den Eispiraten nicht aus einem fantypischen oder emotionalem Hintergrund. Für mich steht vorrangig die Standorterhaltung“, so Eisenblätter.
  • gestern
  • Die Starbulls Rosenheim haben den Vertrag mit Junioren-Nationalspieler Kevin Slezak (19) verlängert. Der Angreifer wurde kürzlich zum Rookie des Jahres in der Oberliga Süd gewählt und kam in der vorzeitig abgebrochenen Spielzeit 2019/20 in 33 Partien auf zwölf Tore sowie elf Vorlagen.
  • vor 2 Tagen
  • Angreifer Robert Kneisler erhält einen DEL2-Fördervertrag und wird somit weiterhin für die Bietigheim Steelers auf dem Eis stehen. Das 18-jährige Eigengewächs bestritt bis dato insgesamt 69 Zweitligapartien für die Steelers und verzeichnete dabei zwei Scorer-Punkte (ein Tor, ein Assist).
  • vor 3 Tagen
  • Florian Krumpe verteidigt auch in der kommenden Saison für die Starbulls Rosenheim (Oberliga Süd). In der Spielzeit 2019/20 bestritt das Rosenheimer Eigengewächs 41 Oberligaspiele für die Grün-Weißen (ein Tore, zehn Assists).
  • vor 4 Tagen
  • Die Hannover Indians haben zwei Abgänge bekannt gegeben. Wie die Niedersachsen mitteilten, werden Torhüter Philip Lehr und Angreifer Roman Pfennings (steht offenbar vor einem Wechsel zum Lokalrivalen Hannover Scorpions) zukünftig nicht mehr für den Nord-Oberligisten auf dem Eis stehen.

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