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Mittwoch, 30. August 2023

München, Mannheim und Ingolstadt gefordert Die Champions Hockey League startet am Donnerstag: Teilnehmer, Modus, neue Regeln und Übertragungen im Überblick

Für drei deutsche Vertreter ist der CHL-Pokal in der Saison 2023/24 ein Objekt der Begierde.
Foto: IMAGO/Lehtikuva

Mit zahlreichen Neuerungen geht die Champions Hockey League in die Saison 2023/24. Das Format wurde zur Saison 2023/24 drastisch verändert.  „Die Veränderung von 32 auf 24 Teams ist massiv. Es sind jetzt nur noch die Besten der Besten“, sagt CHL-Geschäftsführer Martin Baumann – und ergänzt: „Mit sechs verschiedenen Gegnern ist es für die Fans noch attraktiver, weil man mehr neue Teams kennenlernt.“ Außerdem werden sich auch drei Spielregeln ändern. Dabei geht es in erster Linie um das Verfahren bei Strafen. Die CHL verspricht sich dabei mehr Spannung für die Zuschauer und vor allem mehr Tore.

Welche deutschen Clubs gehen an den Start?

Der EHC Red Bull München ist zum bereits achten Mal in Folge in der Champions Hockey League mit von der Partie und mit jeweils einem Endspieleinzug, einer Halbfinal- sowie einer Viertelfinalteilnahme der mit Abstand erfolgreichste deutsche Club der bisherigen CHL-Historie. Zuletzt scheiterten die Oberbayern allerdings erstmals seit der Saison 2017/18 schon im Achtelfinale (zweimal 1:5 gegen den EV Zug/Schweiz). Nun will der amtierende deutsche Meister wieder weiter im Wettbewerb vorstoßen.

Zurück in der Champions Hockey League nach einjähriger Abwesenheit sind die Adler aus Mannheim, die bei den jüngsten drei ihrer bis dato sechs Teilnahmen zwar stets das Achtelfinale erreichten, jedoch noch nie über die Runde der letzten 16 hinauskamen. Jenes Achtelfinale ist derweil auch das erste Ziel des ERC Ingolstadt, der erstmals seit der Saison 2016/17 CHL-Terrain betritt. Die Schanzer überstanden bei ihren drei bisherigen Anläufen zwar nur ein einziges Mal die Vorrunde, unterlagen dem späteren Titelträger Frölunda Göteborg im Sechzehntelfinale der Spielzeit 2015/16 aber nur denkbar knapp in der Overtime.

Die ersten deutschen Spiele (1 Einträge)

 

 

Wie stehen die Chancen der deutschen Vertreter?

Auf dem Papier hat der EHC Red Bull München beste Karten, seine Serie fortzusetzen und auch in der bevorstehenden Saison das Achtelfinale zu erreichen. Das Team von Ex-Bundestrainer Toni Söderholm sollte angesichts des Auftaktwochenendes mit zwei Auswärtsmatches in Tschechien zwar möglichst schnell auf Betriebstemperatur kommen, doch die großen Titelfavoriten befinden sich nicht unter den sechs Münchener Vorrundengegnern – zumal die CHL-Bilanz von potenziell gefährlichen Kontrahenten wie Trinec oder Färjestad wenig imposant ist. Für die Roten Bullen könnte es sich also ausgezahlt haben, bei der Auslosung im ersten Topf gesetzt gewesen zu sein.

Obwohl sie im dritten Topf zu finden waren, haben allerdings auch die Adler Mannheim gute Achtelfinalchancen. Die Quadratestädter müssen zwar zweimal nach Finnland (Tappara Tampere sowie Lukko Rauma), können jedoch mit machbaren Heimaufgaben gegen Bozen und Salzburg (beide ICE Hockey League) sowie Rouen (Frankreich) den Grundstein für einen Platz unter den Top 16 legen. Diesen peilt auch der ERC Ingolstadt an, doch das Programm des Vizemeisters hat es in sich. Zu nennen sind an dieser Stelle insbesondere die ambitionierten Tschechen vom HC Dynamo Pardubice und die Växjö Lakers um Nationalstürmer Tobias Rieder, die am 10. Oktober nach Ingolstadt kommen.

Wer sind die Topfavoriten auf den CHL-Titelgewinn, und wie viel Preisgeld erhält der Sieger?

Rekordsieger Frölunda Göteborg hat sich erstmals nicht für die Champions Hockey League qualifiziert. Nicht nur deshalb ist das Rennen um die Trophäe so offen wie vielleicht nie zuvor. Titelverteidiger Tappara Tampere kann erneut ein gewichtiges Wort mitreden, muss jedoch zahlreiche namhafte Abgänge sowie den Abschied von Erfolgscoach Jussi Tapola (SC Bern) kompensieren. Der Landesmeister Genève-Servette HC und der EHC Biel aus der Schweiz wiederum sind zwar hochkarätig besetzt, können allerdings noch nicht die ganz großen Erfolge in der CHL vorweisen. Hinzu kommen die stets starken Schweden – insbesondere Skellefteå AIK sowie Rieders Lakers, die mit ihrer Defensivstärke und ihrem effizienten Spielstil wie geschaffen für die K.-o.-Phase scheinen – sowie die bereits erwähnten Tschechen aus Pardubice, die nach sieben Jahren auf die CHL-Bühne zurückkehren.

Für den Champion sind in der CHL insgesamt 360.000 Euro einzuheimsen. Das sind 140.000 Euro weniger als in der vergangenen Saison. Gesunken ist auch die Gesamtsumme, welche an die nun 24 statt 32 Clubs ausgeschüttet wird – von 3,47 Millionen Euro auf 2,45 Millionen Euro. Allerdings erhalten alle Teilnehmer nach wie vor garantiert und unabhängig von ihrem Abschneiden mindestens 65.000 Euro. Dieser Betrag ist gleich geblieben.

Wer überträgt die Champions Hockey League?

Sportdeutschland.tv statt wie bisher SPORT1 – der Online-Sportsender vermeldete Anfang März den Erwerb der CHL-Übertragungsrechte und zeigt in der Saison 2023/24 alle 101 Matches des Wettbewerbs live. Der Saisonpass kostet 45 Euro, alle Partien einer bestimmten Mannschaft können für 25 Euro verfolgt werden. Der Pay-per-view-Preis einzelner Begegnungen beträgt sechs Euro. Als Kommentatoren für Sportdeutschland.tv, künftig auch Rechteinhaber der Eishockey-WM, sind Christoph Fetzer, Alex Kunz sowie Constantin Eckner im Einsatz. Die Möglichkeit, CHL-Spiele auf den Kanälen der Champions Hockey League live zu sehen, entfällt für deutsche Eishockeyfans aufgrund des Angebots von Sportdeutschland.tv.

Im Free-TV ist die CHL in der Saison 2023/24 auf More Than Sports TV vertreten. Der Spartensender, welcher vor rund zwei Jahren aus dem ehemaligen DEL2-Partner eoTV hervorging, zeigt mindestens ein Match mit deutscher Beteiligung pro Spieltag live. Darüber hinaus strahlt More Than Sports TV pro Spieltag vier bis fünf Partien als Wiederholungen sowie Highlights der CHL-Begegnungen aus. Involviert in die CHL-Berichterstattung ist in der neuen Saison auch die ProSiebenSat.1-Gruppe. So werden Höhepunkte der CHL-Matches mit deutscher Beteiligung online unter ran.de abrufbar sein. Sollte ein Team aus der PENNY DEL unter die letzten Vier vorstoßen, werden die Partien ab dem Halbfinale zudem im Free-TV auf den ProSiebenSat.1-Kanälen übertragen.

Eine ausführliche Vorschau auf die neue CHL-Saison, ein Interview mit Christian Winkler (Managing Director Sports bei Red Bull Eishockey), die Bilanzen aller bisherigen deutschen CHL-Teilnehmer und den kompletten Spielplan finden Sie auch in unserer aktuellen Printausgabe, die ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich ist oder in unserem Onlineshop bestellt werden kann.


Notizen

  • vor 5 Tagen
  • Die Kassel Huskies aus der DEL2 kooperieren weiterhin mit den Hammer Eisbären aus der Oberliga Nord.
  • vor 6 Tagen
  • Mit Manuel Kofler (zuletzt Nürnberg Ice Tigers) und Fredrik Norrena (U20-Trainer bei TPS Turku) haben die Kölner Haie zwei Co-Trainer für das Team um Head Coach Kari Jalonen verpflichtet. Dazu bleibt Thomas Brandl dem Trainerstab als Development Coach erhalten.
  • vor 7 Tagen
  • Marco Sturm ist mit seinen Ontario Reign aus den Playoffs in der AHL ausgeschieden. Sein Team verlor auch Spiel 3 der Best-of-five-Serie (Finale Pacific Division) gegen gegen die Coachella Valley Firebirds, diesmal mit 2:3.
  • vor 10 Tagen
  • Gergely Majoross, zuletzt in der DEL2 bei den Ravensburg Towerstars als Cheftrainer an der Bande, ist neuer Head Coach der ungarischen Nationalmannschaft. Der Vertrag von Majoross wurde in Ravensburg nach einer Saison (Aus im Viertelfinale) nicht verlängert, Bo Subr ist dort neuer Head Coach.
  • vor 12 Tagen
  • Frank Gentges bleibt Cheftrainer der Ratinger Ice Aliens in der Regionalliga West. In den ersten beiden Spielzeiten unter ihm als Chef an der Bande wurden die Ice Aliens zweimal Hauptrunden-Sieger und standen in beiden Jahren im Playoff-Endspiel. 2024 wurde Ratingen Meister.
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