Ist für Frankfurt der Play-off-Zug schon abgefahren?
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Die Löwen Frankfurt stehen nach dem zweiten punktlosen Wochenende in Folge vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, es irgendwie noch unter die Top-Vier der Liga zu schaffen. Nach der verdienten Niederlage in Dortmund und der eher unnötigen Pleite im Derby gegen Kassel haben die Frankfurter sechs Punkte Rückstand auf die Huskies und Platz vier - auf Duisburg sind es bereits neun. Das hatte man sich im Löwen-Lager eigentlich ganz anders vorgestellt, aber die überraschende Schlappe in Königsborn vor knapp zwei Wochen scheint den Raubkatzen den Zahn gezogen zu haben.
Gründe für den Rückstand der Löwen auf die Play-off-Plätze gibt es mehrere: Sehr schwer scheint die Verletzung von Top-Stürmer Simon Barg zu wiegen, dessen Offensivproduktion die Löwen sehr vermissen. Doch auch die Defensive der Frankfurter ist nicht sattelfest genug. Mit 12 Gegentoren am Wochenende lassen sich eben keine Top-Spiele gewinnen. Auf der Torhüter-Position scheinen die Löwen zudem nicht so stark besetzt zu sein wie der ausgerufene Konkurrent aus Duisburg oder die Top-Teams aus Bad Nauheim und Dortmund.
Wenn die Löwen-Mannschaft es schafft, jetzt den Hebel umzulegen, ist aber noch nicht aller Tage Abend. Niederlagen sind ab sofort jedoch verboten. Mit Ratingen, Hamm und Königsborn stehen zunächst auch wieder Pflichtaufgaben an. Während die Löwen in diesen Spielen ihr Selbstvertrauen zurückholen könnten, darf sich auch die Konkurrenz keinen Ausrutscher erlauben und wird sich zudem gegenseitig die Punkte wegnehmen.
Die Entscheidung wird dann auf der Zielgerade der Saison fallen. Frankfurt sollte in Bad Nauheim und zu Hause gegen Dortmund sechs Punkte holen - eine mehr als schwierige Aufgabe. Wenn dies jedoch gelingen sollte, dann steht am 19. Februar im letzten Spiel der Endrunde ein wahres Endspiel gegen den EV Duisburg an.
Sebastian Groß