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Sonntag, 16. September 2012

Lock-out ist in Kraft: Saisonstart verschoben, Ehrhoff bereits auf dem Weg nach Deutschland

Foto: Imago

Das unvermeidliche und erwartete ist eingetreten: Seit 0.00 Uhr nordamerikanischer Ostküsten-Zeit (6.00 Uhr MEZ) ist der dritte Lock-out in der NHL seit 1994 offiziell in Kraft. Gleichzeitig wurde der für 11. Oktober geplante Saisonstart in der Liga abgesagt. Wann und ob überhaupt mit der Saison 2012/13 begonnen wird, steht derzeit völlig in den Sternen, Insider gehen von einer Saisonverschiebung von mindestens vier Wochen bis hin zu Anfang Januar aus.

In den letzten Tagen bis zur letzten Frist gab es kaum noch Gespräche miteinander, ein letztes Gesprächsangebot der Spielergewerkschaft NHLPA wurde von den Club-Besitzern abgelehnt. "Wir mussten feststellen, dass beide Seiten nicht von ihren Positionen abgerückt sind und es in den letzten 48 Stunden keine Bewegung gab", so NHL-Deputy Bill Daly. "Wir haben aber ausgemacht, dass wir uns wieder treffen, wenn die eine oder die andere Seite bereit ist, einen neuen Vorschlag zu machen."

Die Spieler reagierten teilweise heftig auf den neuen Lock-out, vor allem auch, da die Club-Vertreter in den letzten Tagen vor dem Aus des alten CBA, noch einige millionenschwere Vertragsdeals unterschrieben. "Ich wollte Gratulationen an Gary Bettman zu seinem dritten Arbeitskampf in Serie schicken. Beeindruckende Statistik für jemanden ohne sportliche Fähigkeiten", so John-Michael Lilles von den Toronto Maple Lears. Verständnis äußerte hingegen Ex-Spieler Jeremy Roenick: "Evander Kane ist ein guter Spieler, aber 31 Millionen für 6 Jahre? 214 Spiele, 63 Tore, 63 Assists. Und wir wundern uns über das Problem?"

Schon in Kürze werden nun wohl die ersten Spieler bei europäischen Clubs auftauchen. So trainiert Evegeni Malkin bereits bei Metalurg Magnitogorsk und will dort möglicherweise bereits am Donnerstag sein erstes Spiel bestreiten. Christian Ehrhoff betonte gegenüber der Welt, dass er noch am Sonntag nach Deutschland fliegen wolle und bereits kommendes Wochenende für Krefeld auflaufen könnte, wenn die Pinguins in der Lage sind, die Versicherungssumme zu bezahlen. Dennis Seidenberg, Marcel Goc und Jochen Hecht werden mit Mannheim in Verbindung gebracht, Marco Sturm mit Ingolstadt.

Tobias Welck


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Notizen

  • gestern
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 2 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
  • vor 2 Tagen
  • Don Granato trainiert die US-Männer bei der bevorstehenden A-Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai). Der 58-Jährige folgt auf Ryan Warsofsky (San Jose Sharks), der die USA 2025 zu WM-Gold geführt hatte. Granatos bis dato letzte Station als Chef waren die Buffalo Sabres von 2021 bis 2024.
  • vor 2 Tagen
  • Die Lausitzer Füchse, die im DEL2-Viertelfinale gegen Kassel beim Stand von 1:3 eine Niederlage vom Aus entfernt sind, können in den laufenden Playoffs nicht mehr auf Alexis D'Aoust (29) zurückgreifen. Der kanadische Stürmer zog sich in Spiel 4 bei einem Bandencheck eine Oberkörperverletzung zu.
  • vor 4 Tagen
  • Im einzigen NHL-Spiel am Montag gewannen die Ottawa Senators mit 2:1 bei den New York Rangers. Rangers-Stürmer Mika Zibanejad (32) absolvierte dabei sein 1.000. Hauptrundenspiel.
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