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Artikel vom Donnerstag, 15. November 2012

Lockout-Tagebuch, Teil 61: Keine Verhandlungen, Simmonds-Beleidigern droht Haftstrafe

Wayne Simmonds spielte vor seinem Wechsel nach Liberec in Crimmitschau.<br/>Foto: Matthias<br/>

Wayne Simmonds spielte vor seinem Wechsel nach Liberec in Crimmitschau.
Foto: Matthias

Vier Tage nach den letzten Gesprächen im Tarifstreit herrscht zwischen der NHL und der NHLPA offenbar Funkstille. Deputy Commissioner Bill Daly teilte der Agentur Associated Press in einem E-Mail mit, dass es am Mittwoch kein Kontakt zwischen den Vertretern gegeben habe. "Wir haben keine Treffen vereinbart und planen auch nicht, uns zu treffen."

Der nächste geplante Saisonstarttermin (1. Dezember) rückt immer näher. Rund zehn Tage Vorlaufzeit benötigen die Clubs, um die Spieler zurückzuholen und ein verkürztes Trainingslager zu starten. Die Zeitung Sports Business Daily meldete am Mittwoch, dass die NHL auch Spiele bis zum 15. Dezember absagen werde, wenn nicht in den nächsten sieben Tagen eine Einigung zustande komme.

Während die Spieler offenbar optimistisch und laut Steve Fehr verhandlungsbereit bleiben, sehen einige NHL-Eigner laut TSN-Experte Darren Dreger weniger Grund zum Optimismus. Ein nicht genannter Offizieller der NHL sprach gegenüber dem kanadischen TV-Sender sogar davon, dass er weiterhin die Gefahr sehe, dass die ganze Saison ausfällt.

Das Lockout-Tagebuch (61 Einträge)

      

Unterdessen haben die Rassismus-Vorfälle gegen den ehemaligen Spieler der Eispiraten Crimmitschau, Wayne Simmonds, ein Nachspiel für Fans in Tschechien. Zuschauer aus Chomutov hatten Simmonds, der für Liberec spielt, am 28. Oktober mit den Worten "Affe" beschimpft. Wie das Internetportal IDNES.cz berichtet wurden danach acht Personen verhaftet. Sie müssen sich nun am 9. Januar vor Gericht verantworten. Ihnen drohen Haftstrafen bis zu drei Jahren.

Der Club hat sich bereits bei Simmonds entschuldigt, dieser hat die Entschuldigung auch angenommen. Er war schon mehrfach Opfer von rassistischen Kommentaren. Die tschechischen Medien berichten, die Gruppierung nenne sich selbst "Schwarzes Kommando" und komme mit schwarzen Pullovern und vermummt zu den Spielen. Einige seien betrunken gewesen. Es wurde Stadionverbot ausgesprochen.

Simmonds hat Liberec am Dienstag aus familiären Gründen verlassen.

Michael Bauer

Alle Wechsel der NHL-Spieler nach Europa auf einen Blick (27 Einträge)

      

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