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Artikel vom Donnerstag, 13. Dezember 2012

Erneute Meldungen: Spieleragenten benachrichtigen europäische Lockout-Spieler, Saisonstart am 2. Januar

Christian Ehrhoff und Daniel Briere beim Shakehands. Beide spielte während des Lockouts 2012/13 in der DEL.<br/>Foto: City-Press

Christian Ehrhoff und Daniel Briere beim Shakehands. Beide spielte während des Lockouts 2012/13 in der DEL.
Foto: City-Press

In der vergangenen Woche sorgte ein Twitter-Post von NHL-Scout Thomas Roost für Verwirrung unter den europäischen Eishockey-Fans, nun dürfte Gareth Chalmers mit seinen gezwitscherten Nachrichten für ähnlichen Wirbel sorgen. Die NHL und die NHLPA stünden kurz vor einer Einigung, twitterte er. Chalmers ist Spieleragent aus Großbritannien und Inhaber von 9 Hockey Management. Allerdings genießt er bei europäischen Kollegen nicht den besten Ruf, wie Eishockey NEWS erfuhr.

"Ich habe mit einer Reihe von Teams auf dem europäischen Kontinent gesprochen, die NHL-Spieler in ihren Kadern haben. Es scheint, dass einige dieser Spieler von ihren Agenten aufgefordert wurden, sich bereit für eine Rückkehr nach Nordamerika innerhalb der kommenden Woche zu machen." Ein General Manager habe ihm gesagt, dass man nun den 2. Januar als Startdatum in der NHL ins Auge gefasst habe.

Am Mittwoch verhandelten NHL und NHLPA jedoch noch nicht einmal miteinander. Sie saßen nur mit dem staatlichen Vermittler Scot L. Beckenbaugh zusammen und diskutierten Punkte. "Man kann sich nicht einigen, wenn man nicht einmal miteinander redet", sagte NHLPA-Boss Donald Fehr. Chalmers Twitter-Post kam noch vor diesen Meldungen.

Bildergalerie: Diese Lockout-Spieler waren in der DEL (11 Einträge)

      

"Es scheint diese Nachricht in Europa herumzukreisen", schrieb Chalmers weiter. "Einige europäische Clubs suchen bereits nach neuen Kontingentspielern, einige müssen aber große Löcher stopfen und könnten vielleicht nicht das Kaliber Spieler finden, nachdem sie suchen."

Ob man Chalmers Glauben schenken darf, kann nicht abschließend beurteilt werden. In den letzten Tagen haben vor allem Deutschland viele Lockout-Spieler verlassen oder ihren Abschied angekündigt, unter anderem Jamie Benn (Hamburg), Adam Hall (Ravensburg), Rick diPietro und Erik Condra (beide Riessersee). Benn beispielsweise gab an, private Dinge seien der Grund für seine Rückkehr. Vielfach wird vermutet, die Spieler wollten Weihnachten im Kreise ihrer Familien feiern.

Roost hatte in der vergangenen Woche getwittert, Spieler in Europa würden von ihren NHL-Coaches SMS-Nachrichten erhalten, sich für eine Rückkehr bereitzumachen. Marcel Goc (Mannheim) und Daniel Briere (Berlin) hatten derartige Nachrichten auf Anfrage von Eishockey NEWS nicht bestätigen können.

Michael Bauer

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