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Artikel vom Montag, 21. April 2014

Der Schuss ins Glück

Playoff-MVP Marian Dejdar wird zum Helden und schießt Bremerhaven in der 71. Minute zum Titel

Bremerhaven ist nach 2002 wieder Meister in der Zweiten Liga.<br/>Foto: Imago<br/>

Bremerhaven ist nach 2002 wieder Meister in der Zweiten Liga.
Foto: Imago

Der Meister ist entthront: Mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung im fünften Finale sicherte sich Bremerhaven zum zweiten Mal nach 2002 den Titel in der Zweiten Liga. Zum Helden auf Seiten des Hauptrunden-Ersten wurde in der 71. Minute Kapitän Marian Dejdar, der das siegbringende Tor zum Titel schoss. Schon im Halbfinale erzielte Dejdar in der Verlängerung von Spiel sieben den Siegtreffer und wurde nach der Partie auch zum Playoff-MVP der DEL2 ausgezeichnet.

Letztlich war der Sieg für Bremerhaven zwar durchaus verdient, aber Bietigheims kleiner Kader, der im Laufe der Partie noch weiter dezimiert wurde, lieferte einmal mehr einen großen und fairen Kampf und wurde am Ende auch von den fairen Bremerhavener Fans mit viel Applaus bedacht. Nachdem am Ende des ersten Drittels schon Verteidiger Marco Schütz eine äußerst umstrittene Spieldauerstrafe wegen eines vermeintlichen Checks gegen den Kopf von Pinguins-Stürmer Andrew McPherson erhielt, fielen in der Verlängerung wegen Disziplinarstrafen auch noch Marcus Sommerfeld und Chris St. Jacques aus.

Bremerhaven war zunächst das überlegene Team, Bietigheim hatte im ersten Abschnitt nur eine gefährliche Torchance. So war das 1:0 von Sam Verelst nach 20 Minuten auch hoch verdient. Nachdem Bietigheim zu Beginn des Mittelabschnitts das fünfminütige Unterzahl überstanden hatte, wurde man selbst aktiver im Spiel nach vorne, fing sich aber einen Konter ein, bei dem Brook Hooton mustergültig auf Verelst querlegte, der zum 2:0 traf. Danach fehlte bei den Gastgebern die Konzentration, Bietigheim kam stärker auf und durch Mark Heatley zum Anschlusstor. In der 36. Minute hatten die Steelers dann in Unterzahl sogar die große Ausgleichschance, Greg Squires scheiterte bei seinem Alleingang aber an der Latte. In der 38. Minute war es dann aber doch so weit, als Robin Just von den Bremerhavener Verteidigern sozusagen "vergessen" wurde und mit einem trockenen Schuss über die Fanghand von Brett Jaeger (er erhielt den Vorzug vor dem wieder genesenen Jonas Langmann) zum 2:2 traf.

Im Schlussdrittel wollte kein Team allzu viel riskieren, beide Mannschaften hatten die Möglichkeit zum Sieg. Die größte Chance vergab für Bremerhaven Martin Walter in der 55. Minute, aber auch Bietigheim war mittlerweile voll im Spiel und bot trotz nachlassender Kräfte ein Duell auf Augenhöhe. In der Verlängerung vergab erst Bremerhaven ein Powerplay nach einer unnötigen Strafe hinter dem gegnerischen Tor von Greg Squires. Kurz darauf hatte Squires den Siegtreffer für die Gäste auf dem Schläger. Doch dann kam der Bremerhavener Kapitän und schoss die Gastgeber mit seinem platzierten Schuss ins Glück...

Fischtown Pinguins Bremerhaven - Bietigheim Steelers 3:2 n.V. (1:0, 1:2, 0:0, 1:0)
Tore:
1:0 (5.) Verelst, 2:0 (28.) Verelst, 2:1 (34.) Heatley, 2:2 (38.) Just, 3:2 (71.) Dejdar; Strafminuten: Fischtown Pinguins Bremerhaven 4, Bietigheim Steelers 15 plus 10 Sommerfeld plus 10 St. Jacques plus Spieldauer Schütz; Zuschauer: 4.254.


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