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Montag, 21. Dezember 2015

Deutliche und harte Worte Rich Chernomaz: „Die Mannschaft braucht eine härtere Hand"

Rich Chernomaz
Foto: Storch

Am Montagvormittag stellte Rich Chernomaz den bisherigen Trainer der Löwen Frankfurt, Tim Kehler, frei. Der Manager selbst kehrt mit sofortiger Wirkung an die Bande zurück. Eishockey NEWS unterhielt sich mit ihm.

Mr. Chernomaz, warum haben sich die Löwen von Tim Kehler getrennt?
Rich Chernomaz: "Es gab verschiedene Gründe für diesen Schritt. An erster Stelle nenne ich die Entwicklung der Mannschaft. In den letzten vier Wochen hat keine zufriedenstellende stattgefunden. Zweitens: Von den letzten 20 Spielen haben wir nur neun Mal gewonnen. Das ist zu wenig."

Was werfen Sie Tim Kehler konkret vor?
Chernomaz: "Darum geht es nicht. Ich kritisiere Tim nicht. Er hat als Trainer seine Philosophie. Mit dieser hatte er bisher großen Erfolg. In den letzten Wochen hat sich aber herausgestellt, dass diese Mannschaft scheinbar eine härtere Hand braucht. Tim hat den Spielern viel Freiheit gegeben. Mit dieser langen Leine konnten einige nicht umgehen."

Was heißt dies konkret?

Chernomaz: "Es geht um Disziplin auf und neben dem Eis. Zum Beispiel gehört Pünktlichkeit dazu. Es kann nicht sein, dass Spieler zu spät kommen. Oder Disziplin auf dem Eis. Hier fehlte es vielleicht an konsequenten Entscheidungen. Die Spieler haben nicht das gemacht, was vorgegeben wurde. Sie arbeiten nicht hart genug, blocken keine Schüsse und machen blöde Strafzeiten. Dies muss sich schnell ändern. Wir haben viel Talent in der Mannschaft. Dies werden die Spieler jetzt beweisen müssen."

Hat die Mannschaft Tim Kehler im Stich gelassen?
Chernomaz: "Ja, das kann man so sagen. Zum Beispiel in Crimmitschau. Wir führen 3:2 und halten uns nicht ans Konzept, dass der Trainer ausgegeben hat. Das hat auch etwas mit Arbeitsmoral zu tun."

Wann haben Sie entschieden, den Trainer frei zu stellen?
Chernomaz: "Es war kein Schnellschuss. Eher ein langer Prozess."

Welche Änderungen werden Sie kurzfristig vornehmen?
Chernomaz: "Wir haben am Mittwoch gleich einen guten Test gegen Bietigheim. Eine technisch starke Truppe. Wir wollen aggressiv spielen und konstant in unserer Leistung werden. Dieses auf und ab muss aufhören. Dafür müssen sich die Spieler an die Vorgaben halten."

Frage an den Manager Rich Chernomaz: Sind Sie fündig geworden auf der Torhüter-Position?

Chernomaz: "Ja. Am Dienstag wird ein ausländischer Torwart eintreffen. Er erhält einen Vertrag für 30 Tage mit Option unsererseits, dass er bis Saisonende bleibt."

Interview: Frank Gantert


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Notizen

  • vor 11 Stunden
  • Die 2. Liga Nord der Frauen wird umbenannt und heißt nun DFEL2 Nord. Der DEB und der Eishockey-Verband NRW wollen damit „die Struktur im deutschen Fraueneishockey nachhaltig stärken.“ Die Liga umfasst acht Teams, darunter die Düsseldorfer EG und der Kölner EC.
  • vor 14 Stunden
  • Die Tölzer Löwen haben ihr Testspiel am Dienstagabend mit 4:2 beim Alps-Hockey-League-Club EK Zell am See mit 4:2 gewonnen. Torschützen für den Süd-Oberligisten waren Michael Schuster, Ismailcan Sahanoglu, Kapitän Sandro Schönberger und Neuzugang Karel Klikorka.
  • gestern
  • Selbs Verteidiger Moritz Raab hat sich am vergangenen Freitag im Testspiel gegen Crimmitschau eine Oberkörperverletzung zugezogen, die schlimmer ist als zunächst vermutet. Er wird dem Oberligisten drei bis vier Monate fehlen.
  • vor 2 Tagen
  • Die Kassel Huskies kooperieren weiter mit den Hammer Eisbären. Seit der Saison 2022/23 besteht zwischen DEL2-Club und dem Oberligisten eine Partnerschaft. „Die Verlängerung der Kooperation ist ein logischer Schritt. Die Zusammenarbeit hat sich bewährt“, sagte Kassels Sportdrektor Daniel Kreutzer.
  • vor 3 Tagen
  • Beim Nord-Oberligisten Herne ist die Kapitänsfrage beantwortet: Justus Meyl wird die Miners in der Saison 2025/26 mit dem „C“ auf der Brust aufs Eis führen. Unterstützt wird er dabei von seinen Assistenten Brad Snetsinger und Hugo Enock. Falls einer der drei ausfällt, wird Dennis Palka nachrücken.
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